Tage subtrahieren
Geben Sie ein Ausgangsdatum und eine Anzahl Tage ein, und Sie sehen sofort, welches Datum davor lag. Der Rechner berücksichtigt dabei automatisch Monatslängen, Schaltjahre und den Wechsel ins Vorjahr.
Kurzantwort
Die Grundrechnung lautet: Startdatum − Anzahl der Tage = früheres Datum.
Der Ausgangstag selbst zählt nicht mit, er ist der Bezugspunkt und damit Tag 0.
Beispiel: 15.03.2025 minus 30 Tage ergibt den 13.02.2025.
Bei null abgezogenen Tagen bleibt das Ergebnis unverändert das Ausgangsdatum.
Welche Eingaben der Rechner braucht
- Startdatum: der Tag, von dem aus zurückgerechnet wird, meist das heutige Datum oder ein bekannter Stichtag.
- Anzahl der Tage: die Tage, die abgezogen werden. Ein negativer Wert addiert sie stattdessen.
- Kalendertage oder Arbeitstage: legt fest, ob Samstage und Sonntage beim Zurückrechnen übersprungen werden.
So wird rückwärts gerechnet
Beim Zurückrechnen hilft ein einfacher Trick: Ziehen Sie zuerst die Tageszahl des Startdatums ab. Dann landen Sie exakt auf dem letzten Tag des Vormonats und können ganze Monate abziehen.
Beispiel 15.03.2025 minus 90 Tage:
So vermeiden Sie das fehleranfällige Abzählen einzelner Tage im Kalender.
Häufige Rückrechnungen im Überblick
Alle Werte gelten ab dem Ausgangsdatum 15.03.2025, gerechnet in Kalendertagen.
| Abzug | Ergebnis |
|---|---|
| − 7 Tage | 08.03.2025 |
| − 14 Tage | 01.03.2025 |
| − 30 Tage | 13.02.2025 |
| − 60 Tage | 14.01.2025 |
| − 90 Tage | 15.12.2024 |
| − 100 Tage | 05.12.2024 |
| − 365 Tage | 15.03.2024 |
Hier landet der 365-Tage-Abzug genau ein Jahr früher, weil im Zeitraum kein 29. Februar liegt.
Wird der Starttag mitgezählt?
Nein. Das Ausgangsdatum ist der Nullpunkt, gezählt werden die Tage davor.
Deshalb ergibt ein Datum minus 1 Tag den Vortag und nicht denselben Tag.
Formulierungen wie „vor 30 Tagen" meinen im Alltag ebenfalls diese exklusive Zählung.
Soll der Ausgangstag als erster Tag gelten, verschiebt sich das Ergebnis um genau einen Tag nach hinten.
Kalendertage, Arbeitstage und Werktage
Kalendertage umfassen jeden Tag, also auch Samstag, Sonntag und Feiertage.
Arbeitstage sind Montag bis Freitag, in der Regel abzüglich der Feiertage.
Beispiel: Montag, 17.03.2025, minus 10 Kalendertage ergibt Freitag, den 07.03.2025.
Dieselben 10 Tage als Arbeitstage gerechnet führen zum 03.03.2025, also vier Tage weiter zurück.
Als Faustregel entsprechen 10 Arbeitstage rund 14 Kalendertagen, 20 Arbeitstage rund vier Wochen.
Feiertage unterscheiden sich in Deutschland teils nach Bundesland, prüfen Sie regionale Termine bitte zusätzlich.
Hinweis: Rechtlich schließt „Werktag" häufig auch den Samstag ein. Hier gilt die alltägliche Lesart Montag bis Freitag.
Was an der Monatsgrenze passiert
Weil Monate 28 bis 31 Tage haben, verschiebt sich der Zieltag je nach Vormonat.
An dieser Stelle entstehen beim manuellen Rechnen die meisten Fehler.
Was an der Jahresgrenze passiert
Der Wechsel ins Vorjahr ist rechnerisch unproblematisch, der 01.01. geht nahtlos in den 31.12. über.
Wichtig ist nur, dass die Jahreszahl im Ergebnis korrekt angepasst wird.
Schaltjahre beim Zurückrechnen
Ein Schaltjahr hat 366 Tage, weil der Februar einen 29. Tag bekommt.
Schaltjahr ist jedes durch 4 teilbare Jahr, außer volle Jahrhunderte, die nicht durch 400 teilbar sind.
2024 war deshalb ein Schaltjahr, 1900 nicht, 2000 dagegen schon.
Auch längere Zeiträume verschieben sich: 15.03.2024 minus 365 Tage ergibt den 16.03.2023, weil der Februar 2024 einen Tag mehr hatte.
Wochen, Monate und Jahre abziehen
Wochen sind unkompliziert: eine Woche sind 7 Tage, vier Wochen sind 28 Tage.
Monate werden kalendarisch abgezogen, nicht über eine feste Tagesanzahl. 15.03.2025 minus einen Monat ergibt den 15.02.2025, minus 30 Tage dagegen den 13.02.2025.
Am Monatsende greift eine Sonderregel: 31.03.2025 minus einen Monat ergibt den 28.02.2025, weil der Februar keinen 31. hat.
Jahre funktionieren analog von Datum zu Datum. Der 29.02.2024 minus ein Jahr ergibt den 28.02.2023.
Datum minus Tage oder Datumsdifferenz?
Beide Rechnungen werden oft verwechselt, lösen aber verschiedene Aufgaben.
Beim Abziehen von Tagen kennen Sie ein Datum und eine Tageszahl und suchen das zweite Datum.
Bei der Datumsdifferenz kennen Sie beide Daten und suchen die Anzahl der Tage dazwischen.
Kurz: Hier ist das Datum unbekannt, dort die Tageszahl.
Typische Anwendungsfälle
- Rückrechnung von Fristen, etwa wenn eine Kündigung 90 Tage vor Vertragsende eingehen muss.
- Bestimmung eines Beginndatums, wenn nur das Enddatum und die Dauer bekannt sind.
- Rückwärtsplanung von Projekten und Kampagnen ausgehend vom Livetermin, meist in Arbeitstagen.
- Nachträgliche Einordnung von Ereignissen, etwa „welcher Tag war vor 100 Tagen".
- Medizinische oder persönliche Rückrechnungen wie der Beginn eines Zeitraums vor einem Stichtag.
- Fristen im Alltag. Gesetzliche Fristen folgen eigenen Regeln, eine rechtliche Beratung ersetzt der Rechner nicht.
Häufige Fehler beim Zurückrechnen
- Jeden Monat mit 30 Tagen ansetzen. Über längere Zeiträume weicht das Ergebnis um mehrere Tage ab.
- „−30 Tage" und „−1 Monat" gleichsetzen. Beides führt nur selten zum selben Datum.
- Den Ausgangstag mitzählen. Das verschiebt das Ergebnis um genau einen Tag.
- Kalendertage und Arbeitstage verwechseln. Bei Fristen mit Vorlaufzeit sind das schnell vier bis fünf Tage.
- Den Februar falsch ansetzen. Beim Rückwärtsrechnen über den Februar entscheidet das Schaltjahr über das Ergebnis.
- Das Vorjahr vergessen. Rechnungen über den Jahreswechsel landen häufig im falschen Jahr.
Fazit
Ein Datum zurückzurechnen ist einfach, sobald zwei Fragen geklärt sind.
Rechnen Sie in Kalendertagen oder Arbeitstagen, und zählt der Ausgangstag mit?
Steht das fest, liefert der Rechner oben das frühere Datum inklusive Monatsgrenzen, Jahreswechsel und Schaltjahr.
Häufige Fragen
Wie ziehe ich Tage von einem Datum ab?
Ausgangsdatum und Anzahl der Tage oben eingeben, das frühere Datum erscheint sofort.
Welches Datum war vor 30 Tagen?
Ab dem 15.03.2025 war es der 13.02.2025, für Ihr Datum nutzen Sie den Rechner.
Welches Datum war vor 90 Tagen?
Ab dem 15.03.2025 war es der 15.12.2024.
Wie berechne ich ein Datum vor 100 Tagen?
Erst die Tageszahl des Startdatums abziehen, dann ganze Monate, der Rest ergibt den Zieltag.
Wird der Starttag mitgezählt?
Nein, er gilt als Tag 0, gezählt werden nur die Tage davor.
Was ist der Unterschied zwischen Kalendertagen und Arbeitstagen?
Kalendertage umfassen jeden Tag, Arbeitstage nur Montag bis Freitag ohne Feiertage.
Werden Schaltjahre berücksichtigt?
Ja, der 29. Februar wird beim Zurückrechnen automatisch mitgezählt.
Kann ich auch Wochen, Monate oder Jahre abziehen?
Ja, Monate und Jahre werden dabei kalendarisch gezählt, nicht über eine feste Tagesanzahl.
Wie rechne ich ein Datum ohne Wochenenden zurück?
Stellen Sie im Rechner auf Arbeitstage um, dann werden Samstag und Sonntag übersprungen.
Was ist der Unterschied zu einer Datumsdifferenz?
Hier suchen Sie ein unbekanntes Datum, bei der Differenz die Tage zwischen zwei bekannten Daten.
Weitere nützliche Datumsrechner
Entdecken Sie spezialisierte Rechner für verwandte Fragestellungen rund um Kalender, Fristen und Zeiträume.
Tage addieren
Tage zu einem Datum hinzurechnen inklusive Werktagsfilter.
Wochen addieren
Wochen addieren bei garantiert identischem Wochentag.
Monate addieren
Monate addieren mit automatischer BGB § 188 Ultimoregel.
Datumsdifferenz
Exakte Differenz in Kalendertagen, Werktagen, Wochen, Monaten und Jahren.