Der Rechner
Eingabe: Umrechnungsrichtung wählen, dann Tag, Monat und Jahr eintragen.
Ausgabe: das umgerechnete Datum mit dem Namen des hebräischen Monats und der Jahreszahl nach der jüdischen Zählung.
Der Rechner verwendet den festen, berechneten hebräischen Kalender. Das ist der Kalender, der heute allgemein in Gebrauch ist.
Schnelle Antworten
- Welches jüdische Jahr ist gerade? Seit dem 12. September 2026 das Jahr 5787.
- Welcher Monat ist das? Tischri, der erste Monat des jüdischen Jahres.
- Wie viele Monate hat der jüdische Kalender? Zwölf, in Schaltjahren dreizehn.
- Wann beginnt ein jüdischer Tag? Am Abend, mit Sonnenuntergang, nicht um Mitternacht.
Gregorianisches Datum in ein jüdisches Datum umrechnen
Wählen Sie die Richtung „Gregorianisch → Jüdisch“ und tragen Sie das Datum als TT.MM.JJJJ ein.
Beispiel: Der 19. September 2026 entspricht dem 8. Tischri 5787.
Das ist der häufigste Fall, etwa für Geburtsdaten, Jahrestage oder Gedenktage.
Jüdisches Datum in ein gregorianisches Datum umrechnen
Stellen Sie die Richtung um und geben Sie Tag, hebräischen Monat und hebräisches Jahr ein.
Beispiel: Der 1. Tischri 5787 fiel auf Samstag, den 12. September 2026, den Beginn des jüdischen Jahres.
Nützlich ist das, wenn in einem Dokument, auf einem Grabstein oder in einem Familienregister nur das hebräische Datum steht.
Wie die Umrechnung funktioniert
Beide Kalender werden intern auf eine durchgehende Tageszählung abgebildet. Jedes Datum erhält eine eindeutige Nummer.
Die Umrechnung ist dann ein Wechsel der Beschriftung, keine Schätzung.
Der jüdische Kalender ist lunisolar. Die Monate folgen dem Mond, das Jahr bleibt aber durch eingeschobene Schaltmonate an die Sonne und damit an die Jahreszeiten gebunden.
Genau darin unterscheidet er sich vom rein solaren gregorianischen Kalender und vom rein lunaren islamischen Kalender.
Die Regeln des heutigen Kalenders liegen seit etwa dem 4. Jahrhundert fest. Dadurch lassen sich Daten vor- und rückwärts exakt berechnen, ohne dass der Mond beobachtet werden muss.
Eine feste Jahresdifferenz wie „plus 3760“ funktioniert übrigens nicht zuverlässig. Sie stimmt nur für einen Teil des Jahres, weil das jüdische Jahr im Herbst beginnt.
Die Monate des jüdischen Kalenders
| Nr. | Monat | Schreibvariante | Tage |
|---|---|---|---|
| 1 | Tischri | Tishrei | 30 |
| 2 | Cheschwan | Heshvan, Marcheschwan | 29 oder 30 |
| 3 | Kislew | Kislev | 30 oder 29 |
| 4 | Tewet | Tevet | 29 |
| 5 | Schwat | Shevat | 30 |
| 6 | Adar | Adar | 29 |
| 7 | Nisan | Nissan | 30 |
| 8 | Ijar | Iyar | 29 |
| 9 | Siwan | Sivan | 30 |
| 10 | Tammus | Tammuz | 29 |
| 11 | Aw | Av | 30 |
| 12 | Elul | Elul | 29 |
Ein normales Jahr hat 353, 354 oder 355 Tage. Cheschwan und Kislew können je nach Jahr einen Tag länger oder kürzer sein.
Eine Besonderheit der Zählung: Das Jahr beginnt mit Tischri, biblisch gilt aber Nisan als erster Monat. Tischri ist in dieser Zählung der siebte.
Die Umschrift aus dem Hebräischen ist nicht einheitlich. Tischri, Tishrei und Tisri bezeichnen denselben Monat.
Schaltjahre: Adar I und Adar II
Zwölf Mondmonate sind rund elf Tage kürzer als ein Sonnenjahr. Ohne Korrektur würde Pessach irgendwann in den Winter wandern.
Deshalb wird in sieben von 19 Jahren ein ganzer Monat eingeschoben. Dieser Zyklus heißt metonischer Zyklus.
In einem Schaltjahr gibt es zwei Adar-Monate: Adar I mit 30 Tagen und Adar II mit 29 Tagen. Ein Schaltjahr hat dadurch 383 bis 385 Tage.
Das laufende Jahr 5787 ist ein solches Schaltjahr. Es enthält also 13 Monate.
Wichtig für Geburtstage und Jahrzeiten: Ein Datum im Adar eines normalen Jahres entspricht im Schaltjahr üblicherweise dem Adar II. Für die religiöse Handhabung gibt es unterschiedliche Bräuche, die der Rechner nicht abbildet.
Warum der jüdische Tag am Abend beginnt
Im jüdischen Kalender beginnt der Tag mit Sonnenuntergang und endet am folgenden Abend. Der 8. Tischri läuft also vom Abend des einen bis zum Abend des nächsten gregorianischen Tages.
Für den Rechner heißt das: Das Ergebnis bezieht sich auf den Tagesabschnitt des eingegebenen Datums.
Wer am Abend nach Sonnenuntergang geboren wurde, hat nach jüdischer Zählung bereits Geburtstag am Folgetag. Das verschiebt die Umrechnung um genau einen Tag.
Weil der Sonnenuntergang vom Ort und von der Jahreszeit abhängt, kann der Rechner diesen Fall nicht automatisch berücksichtigen. Prüfen Sie bei Abendgeburten die Uhrzeit mit.
Jüdisches Geburtsdatum berechnen
Tragen Sie Ihr gregorianisches Geburtsdatum ein und wählen Sie „Gregorianisch → Jüdisch“.
Sie erhalten Tag, Monat und Jahr nach dem hebräischen Kalender, etwa „14. Nisan 5745“.
Beachten Sie zwei Punkte: die Abendgrenze und, falls Ihr Datum in den Adar fällt, die Frage nach Adar I oder Adar II.
Ein umgerechnetes Datum ist eine Kalenderangabe. Für religiöse Fragen, etwa zur Jahrzeit, ist die Gemeinde vor Ort die richtige Ansprechpartnerin.
Beispiele für die Umrechnung
| Gregorianisch | Jüdisch |
|---|---|
| 14. Mai 1948 | 5. Ijar 5708 |
| 12. September 2026 | 1. Tischri 5787 (Rosch Haschana) |
| 19. September 2026 | 8. Tischri 5787 |
| 21. September 2026 | 10. Tischri 5787 (Jom Kippur) |
Alle Angaben beziehen sich auf den Tagesabschnitt. Der jeweilige Feiertag beginnt bereits am Vorabend.
Historische Daten umrechnen
Für Daten der letzten Jahrhunderte arbeitet der Rechner zuverlässig, weil die Kalenderregeln fest definiert sind.
Bei sehr alten Daten kommt eine zweite Ebene dazu: Vor der Kalenderreform von 1582 galt in Europa der julianische Kalender, und auch danach stellten die Länder zu verschiedenen Zeiten um.
Wendet man den heutigen Regelsatz auf eine Zeit an, in der er noch nicht galt, ist das eine rechnerische Konvention, kein historischer Befund.
Bei Grabsteinen, Urkunden und Gemeindebüchern lohnt deshalb die Notiz, welches Kalendersystem in der Quelle verwendet wurde.
Warum Ergebnisse gelegentlich abweichen
- Die Abendgrenze. Der häufigste Grund für eine Differenz von einem Tag.
- Die Bezugsrichtung. Manche Werkzeuge geben für einen Feiertag den Vorabend an, andere den Haupttag.
- Adar im Schaltjahr. Verschiedene Konventionen ordnen ein Adar-Datum unterschiedlich zu.
- Historische Kalenderbasis. Julianisch oder gregorianisch macht bei alten Daten mehrere Tage aus.
Der berechnete Kalender selbst ist dagegen eindeutig. Abweichungen entstehen fast immer an diesen vier Stellen.
Häufige Fehler
- Mit einer festen Jahresdifferenz rechnen. Weil das jüdische Jahr im Herbst beginnt, stimmt „plus 3760“ nur zeitweise.
- Den Abendbeginn ignorieren. Besonders bei Geburts- und Sterbedaten kritisch.
- Adar I und Adar II verwechseln. In Schaltjahren führt das zu einem Monat Unterschied.
- Umschriften für verschiedene Monate halten. Cheschwan, Heshvan und Marcheschwan sind derselbe Monat.
- Ein berechnetes Datum als religiöse Festlegung behandeln. Der Rechner liefert Kalenderwerte, keine Entscheidungen zur Praxis.
Fazit
Der jüdische Datumsrechner liefert in beide Richtungen ein exaktes Ergebnis, ob für ein Geburtsdatum, eine Inschrift oder die Jahresplanung.
Merken sollten Sie sich vor allem zwei Dinge: Der Tag beginnt am Abend, und im Schaltjahr gibt es zwei Adar. Alles andere übernimmt die Rechnung.